Im Sommer wird für Qualität gesorgt

Jetzt im Sommer stehen qualitätssteigernde Maßnahmen im Weinberg an erster Stelle. Um den Wuchs der vorhandenen Rebentriebe zu stärken, werden unerwünschte Triebe ausbegrochen. Diesen Vorgang nennt man Ausgeizen.
Bis zum August wächst in den Weinbergen eine dichte Laubwand heran. Durch das sogenannte Heften wird diese in Form gebracht. Um für eine bessere Durchlüftung und Lichteinwirkung zu sorgen, werden mit dem Laubschnitt viele der Blätter entfernt, auch die über den obersten Draht gewachsenen Sommertriebe werden entfernt. Dadurch kann der Rebstock seine Kräfte zur Traubenreife und Zuckerbildung nutzen.
Ein besonderes Augenmerk bei der Arbeit im Weinberg gilt auch der Bodenpflege. Dabei setzen die Winzer während der Sommermonate auf zwei Arten der Begrünung. Es gibt die Dauer-und die Kurzzeitbegrünung. Und dabei handelt es sich nicht, wie auf den ersten Blick oft vermutet um “Unkraut”. Durch die Begrünung wird der Boden vor Erosionen geschützt, der Wasserhaushalt im Weinberg reguliert und der Boden durch Humusbildung nährstoffreicher gemacht. Wichtig ist aber Pflanzen einzusetzen, die kurze Wurzeln haben, damit sie den Rebstöcken nicht zuviel Wasser entziehen. Außerdem schützt die Begrünung vor einer Verunreinigung des Grundwassers. Denn durch eine gezielte, auf den Boden abgestimmte Dünung können Belastungen für das Grundwasser vermieden werden.

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