Vom 24. bis 27. Juni fanden in Landau/Pfalz die Weintage der Südlichen Weinstrasse im Frank-Loebschen Haus und im Alten Kaufhaus statt. Etwa 600 klassische Wein- und Sektkreationen wurden angeboten. Über 90 Weingüter, Winzergenossenschaften und Weinkellereien waren in Landau dabei. Bei der mittlerweile 24. Leistungsschau der Winzer der Südlichen Weinstrasse standen aber auch in diesem Jahr natürlich die Spitzengewächse aus der Südpfalz. Neben den Spitzenbetrieben der Region, präsentierten sich acuh die drei Erstplatzierten des Wettbewerbs “Die junge Südpfalz- da wächst was nach”, der in diesem Jahr zum ersten Mal vom Verein der Südlichen Weinstraße ausgeschrieben wurde. Die Sieger der einzelenen Kategorien Georg Meier, Peter Klein und Mathias Wolf hatten viele Besucher an ihrem Stand. Und das fachkundige Publikum war begeistert, von der Qualität der Weine, mit der die jungen Weinmacher vor wenigen Wochen bereits die Fachjury beeindruckt haben. Mit großer Spannung wurde von den Besuchern der mengenmäßig kleine, aber überraschend gute Jahrgang 2010 verkostet. Beim aktuellen Jahrgang lag die Aufgabe für die Kellermeister darin die deutlichen Fruchtaromen und die markante Säure zu einem harmonischen Zusammenspiel zu verbinden. Die Hauptrolle spielten natürlich die für die Südliche Weinstrasse typischen Rebsorten wie Riesling und Burgunderweine. Aber auch neue Trendsorten wie Sauvignon Blanc konnten verkostet werden.
Die Besucher schätzen das tolle Ambiente bei den Weintagen der Südlichen Weinstrasse. Das Frank-Loebsche Haus und das Alte Kaufhaus im Herzen der pfälzischen Stadt Landau versprühen einen ganz eigenen Charme. Auch in diesem Jahr wurde die Verkostung wieder durch einen bildenden Künstler begleitet. Moritz Götze, Maler und Garfiker untermalte mit seinen oft märchenhaften und bunt-fröhlichen Bildern die Verkostung. Götze, der 1964 geboren und im Ostteil Deutschlands aufgewachsen ist, absolvierte eine Lehre als Möbeltischler, war Sänger und Gitarrist und organisierte Punk-Festivals, bevor er mit Kunstwerken, in denen Alltägliches und Politisches zum Thema wird, bekannt wurde. Mit seinen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen gilt er als Begründer einer ostdeutschen variante der Pop-Art. Eigens für die Weintage hatte Götze eine auf 50 Exemplare limitierte Druckgrafik geschaffen.
Die Weintage der Südlichen Weinstrasse
27. Juni 2011Runter mit den Erträgen: Die Grüne Lese
21. Juni 2011Im Sommer, meist im August nach der Färbung der Beeren, manchmal aber auch schon früher, wird im Weinberg der Sommerschnitt durchgeführt. Dieses Verfahren wird auch Ausdünnen genannt.
Hier werden noch grüne Trauben, die überflüssig oder nicht ausgereift sind, von den Reben geschnitten. Dies geschieht, um eine höhere Konzentration von Zucker und Extraktstoffen in den am Stock verbliebenen Trauben zu erzielen. Diese profitieren nämlich entsprechend mehr von den Extrakten, die die Wurzeln aus dem Boden holen. Ziel der „Grünen Lese“ ist es einen besseren und vor allem extraktreicheren Wein zu erlangen. Das Ausdünnen hat natürlich eine Verringerung des Ertrags zur Folge, wodurch der Sommerschnitt anfangs bei vielen Winzern auf Unverständnis gestoßen ist. Durch die aus dem Sommerschnitt resultierende Qualitätssteigerung haben aber viele Winzer ihre Vorbehalte abgelegt.
Im Sommer wird für Qualität gesorgt
14. Juni 2011Jetzt im Sommer stehen qualitätssteigernde Maßnahmen im Weinberg an erster Stelle. Um den Wuchs der vorhandenen Rebentriebe zu stärken, werden unerwünschte Triebe ausbegrochen. Diesen Vorgang nennt man Ausgeizen.
Bis zum August wächst in den Weinbergen eine dichte Laubwand heran. Durch das sogenannte Heften wird diese in Form gebracht. Um für eine bessere Durchlüftung und Lichteinwirkung zu sorgen, werden mit dem Laubschnitt viele der Blätter entfernt, auch die über den obersten Draht gewachsenen Sommertriebe werden entfernt. Dadurch kann der Rebstock seine Kräfte zur Traubenreife und Zuckerbildung nutzen.
Ein besonderes Augenmerk bei der Arbeit im Weinberg gilt auch der Bodenpflege. Dabei setzen die Winzer während der Sommermonate auf zwei Arten der Begrünung. Es gibt die Dauer-und die Kurzzeitbegrünung. Und dabei handelt es sich nicht, wie auf den ersten Blick oft vermutet um “Unkraut”. Durch die Begrünung wird der Boden vor Erosionen geschützt, der Wasserhaushalt im Weinberg reguliert und der Boden durch Humusbildung nährstoffreicher gemacht. Wichtig ist aber Pflanzen einzusetzen, die kurze Wurzeln haben, damit sie den Rebstöcken nicht zuviel Wasser entziehen. Außerdem schützt die Begrünung vor einer Verunreinigung des Grundwassers. Denn durch eine gezielte, auf den Boden abgestimmte Dünung können Belastungen für das Grundwasser vermieden werden.














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