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Qualität bringt Lagerfähigkeit

31. Oktober 2011

Viele von uns haben sich schon Gedanken darüber gemacht, was sie denn etwa an Weihnachten der Familie und Freunden für einen Wein zum Essen anbieten. Oder haben ihren Lieblingswein für die kalte Jahreszeit gefunden und eingekauft. Wenn sie größere Mengen an Wein kaufen und diesen zu Hause lagern wollen, sollten sie sich unbedingt darüber informieren, ob der Wein überhaupt lagerfähig ist.
Kleine, relativ schwache Jahrgänge eignen sich nicht unbedingt zur Lagerung, können aber rasch getrunken werden. Generell muss man jedoch sagen, dass der Wein nach der Abfüllung in die Flasche noch keineswegs seine vollkommene Reife erlangt hat. Gerade das Gegenteil ist meist der Fall: der Weine reift in der Flasche weiter und entfaltet so erst seinen speziellen Geschmack. So kann es bis zu 15 Jahren oder noch mehr dauern, bis ein guter Wein seine ganze Reifung beendet hat.
Wenn sie zu Hause größere Mengen auch an hochwertigem Wein lagern, empfehlen wir Ihnen ein Weinbuch zu führen. Tragen sie dort Ihre Weine mit dem entsprechenden Jahrgang un die Zeit, wie lange der Wein gelagert werden kann ein. So behalten sie mit Sicherheit den Überblick und können Ihre Weine richtig genießen.
Die besten Vorraussetzungen seine Weine zu Hause zu lagern bietet natürlich ein Keller. Hier herrscht meist eine relativ konstante Temperatur von ca. 10 bis 12 Grad, was ideal für Weine ist und es ist meist ebenfalls ein bestimmtes Maß an Luftfeuchtigkeit (im Idealfall 60 bis 70%) vorhanden was dafür sorgt, dass der Korken nicht austrocknet.  Je kühler die Temperaturen sind, desto langsamer altert der Wein: Würde man die Temperatur um 10 °C erhöhen, würde ein Wein doppelt so schnell altern. Insbesondere bei einer Lagerung von mehreren Jahren sollte man den Wein auf keinen Fall einer Temperatur von mehr als 15 °C aussetzen, da er dann andere, ungewollte Aromen erhalten kann. Wird der Wein zu kalt gelagert, können Weinkristalle abgeschieden werden.
Wenn Ihnen kein Kelleraum zur Verfügung steht, suchen sie sich einen eher dunklen Raum in der Wohnung, in dem es keine großen Temperaturschwankungen (z.B. durch Heizung oder Sonneneinstrahlung) gibt.

Weine aus Franken werden teurer

24. Oktober 2011

Die fränkischen Winzer haben in diesem Jahr wegen des Frosts im Frühjahr so wenig Trauben geerntet wie seit 30 Jahren nicht mehr. In dieser Saison hätten die Weinbauern ersten Schätzungen zufolge 59 Hektoliter Weinmost pro Hektar eingefahren, sagte Hermann Kolesch vom Bayerischen Landesamt für Weinbau und Gartenbau (LWG) am Freitag in Randersacker (Landkreis Würzburg). Dem Leiter der Abteilung Weinbau zufolge war der Ertrag zuletzt im Jahr 1981 noch geringer. Der Fränkische Weinbauverband schätzt den Umsatzverlust für 2011 auf etwa 50 bis 60 Millionen Euro.
Eine Ernte von weniger als 75 Hektoliter pro Hektar sei für die Winzer betriebswirtschaftlich problematisch, aber nicht existenzbedrohend. «Das wird es erst, wenn wir fünfmal hintereinander eine Ernte wie diese haben.
Der Frost im Mai hat nach LWG-Angaben vielen, aber nicht allen Weinbaubetrieben zugesetzt. «Die Bilanz muss deshalb sehr differenziert gezogen werden», sagte Kolesch. Während das Anbaugebiet im Steigerwald fast eine «Insel der Glückseligen» mit einer guten Traubenausreife sei, habe der Frost viele Weinreben bei Sommerach und Sulzfeld (Kreis Kitzingen) und Frickenhausen (Kreis Würzburg) zerstört. «Dort müssen nun ganze Rebstöcke nachgepflanzt werden.»
Der neue Jahrgang sei jedoch von einer guten Qualität. Wegen der etwa 30 Prozent geringeren Ausbeute werde der neue fränkische Wein ein wenig teurer, sagte Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes. Diese Verluste würden auch die Verbraucher zu spüren bekommen. «Guter Wein kann durchaus 10 bis 15 Prozent teurer werden», sagte Steinmann. Bereits im vergangenen Jahr mussten die Winzer wegen des Wetters deutliche Einbußen hinnehmen.
Die extremen Witterungsverhältnisse machen sich auch bei der Beantragung von Fördermitteln bemerkbar. «Die Winzer haben in diesem Jahr mehr als 900 Anträge mit einem Antragsvolumen von etwa 2,2 Millionen Euro gestellt», sagt Kolesch. Im vergangenen Jahr seien es etwa 400 Anträge mit einem Volumen von etwa 500 000 Euro gewesen. Das Landesamt verhängte bereits einen Antragsstopp. Das Geld für Um- und Ausbau der Weinberge kommt aus den Töpfen der Europäischen Union.
In Franken seien bereits etwa 95 Prozent der Ernte abgeschlossen. In Bayern bauen die Winzer auf fast 6300 Hektar Wein an. Hauptanbaugebiet ist Franken mit 6250 Hektar. Hier wachsen 80 Prozent Weiß- und 20 Prozent Rotweinsorten.
Quelle:dpa

“Jungwinzer des Jahres” gewählt

17. Oktober 2011

Junge Talente aus allen Anbauregionen Deutschlands bewarben sich um den Nachwuchspreis der deutschen Weinwirtschaft. Eine Fachjury wählte aus den besten deutschen Weintalenten die Sieger aus. “Jungwinzer des Jahres” wurde Daniel Sauer vom Weingut Rainer Sauer aus Escherndorf (Franken). Gleichrangige “Vizemeister” wurden Jens Windisch vom Weingut Werther Windisch aus Mommenheim (Rheinhessen) und Daniel Hank vom Weingut Franz Xaver aus Waldkirch-Buchholz (Baden).
 Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt zum sechsten Mal den „Jungwinzer des Jahres“ gekürt. Die feierliche Preisverleihung findet am 20. Oktober in Berlin statt.
Vor einer Experten-Jury* musste der Winzernachwuchs sein Können und Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und Weinwirtschaft in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Für die Endrunde hatten sich die Jungwinzer zuvor über einen Online-Test qualifiziert, der nicht nur Fachkenntnis, sondern auch ein Gefühl für die Branchenthemen der nächsten Jahre erforderte. Die zehn Kandidaten mit dem besten Ergebnis wurden Mitte Sep-tember nach Frankfurt am Main eingeladen, wo vor einer Fachjury die drei Erstplatzierten ermittelt wurden.
Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen und weinbaulichen Know-how der Finalteilnehmer, und ein besonderes Lob gab es von ihr für die Sieger: „Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen belegen, dass die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs verfügt. Die Preisträger sind herausragende Talente und Vorbilder einer innovativen und zukunftsstarken deutschen Weinwirtschaft.”

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