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Unbemannter Kleinhubschrauber erleichtert die Arbeit an der Mosel

19. September 2011

Seit diesem Jahr wird an der Mosel ein ferngesteuerter, unbemannter Kleinhubschrauber in steilen Weinbergen zum Spritzen getestet
«Die ersten Ergebnisse sind sehr erfolgversprechend», sagte Projektleiter Wilfried Zipse vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel in Bernkastel-Kues (Kreis Bernkastel-Wittlich). Der kleine Hubschrauber könne näher an den Zeilen entlang fliegen als der Großhubschrauber, der bisher in Steillagen eingesetzt wird und einen Piloten an Bord hat. Das Kleinhubschrauber-Projekt ist nach Angaben von Zipse bundesweit einmalig.
Die Idee stamme aus Japan. «Dort fliegen sie damit über Reis», sagte Zipse. Mit einem Modellhubschrauberbauer und einem Hobby-Piloten wurde der Protyp entwickelt, der nun an der Mosel im Einsatz ist. Derzeit fliegt er mit 25 Litern an Bord und kann etwa einen halben Hektar spritzen. Ziel sei es, an einem Tag 20 Hektar zu schaffen. Das Pilotprojekt sei nun abgeschlossen.
Jetzt  informierte sich Weinbauministerin Ulrike Höfken (Grüne) in Neumagen-Dhron bei einem Praxistest über den Hubschrauber. Das Land habe das rund 50 000 Euro teure Projekt mit rund 25 000 Euro unterstützt, sagte Zipse.
In einem Folgeprojekt solle nun eine automatische Steuerung des Hubschraubers entwickelt werden, sagte er. Diese hätte den Vorteil, dass der Hubschrauber anhand von einprogrammierten Daten selbstständig ein bestimmtes Gebiet abfliegen könne. «Er würde Hindernisse umfliegen und könnte nicht nach oben abdriften», sagte der Projektleiter.
Dies wäre das Idealziel. Die Finanzierung eines Folgeprojekts sei aber noch offen, hieß es. Im fünftgrößten deutschen Weinanbaugebiet Mosel zählt fast die Hälfte der rund 9000 Hektar Weinberge zu Steillagen mit einer Steigung von mehr als 30 Prozent. (Quelle: dpa)

Guter Jahrgang 2011 erwartet

13. September 2011

Nachtfrost, Starkregen und Hagelschäden – die Wetterkapriolen der vergangenen Monate haben den Winzern in Rheinland-Pfalz und auch den übrigen deutschen Weinanbaugebieten zu schaffen gemacht. Dennoch reift nach Einschätzung von Experten auf den Weinbergen ein sehr guter Jahrgang heran.
Entscheidend ist nun das Wetter in den nächsten Wochen, wie Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Mainz sagte. Wichtig sei vor allem, dass es keine weiteren starken Schauer mehr gebe. «Wenn es jetzt trocken bleibt, dann wird es ein hervorragender Jahrgang», sagte auch der Weinexperte vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz, Jürgen Oberhofer.
Die Haupt-Weinlese in Rheinland-Pfalz beginnt Büscher zufolge in diesen Tagen. Zunächst seien Sorten wie Ortega und Müller-Thurgau an der Reihe, die späteren – darunter der Riesling – folgten voraussichtlich ab Ende September. Die Pflücksaison beginnt damit laut Büscher etwa zwei Wochen früher als im Schnitt der vergangenen Jahre. Schon die Lese der ersten Spezialsorten hatte Anfang August und damit ungewöhnlich früh begonnen.
In Rheinhessen hat die Lese ebenfalls begonnen. Auch hier waren nach den Frösten im Mai und einem Sommer mit Hagelschäden und extremen Niederschlägen keine guten Voraussetzungen für einen Top-Jahrgang gegeben. Die Prognosen waren eher pessimistisch, doch seit Erntebeginn hat sich in Rheinhessen die Stimmung ein wenig gehoben. Durch das viele Wasser im August sind die Trauben voll und prall und ergeben dementsprechend viel Saft. D.h. in den Bereichen, die nicht von Hagel und Frost betroffen waren, gibt es gute bis sehr gute Mengen. Das lässt hoffen, dass die entsandenen Schäden teilweise kompensiert werden können.

Dürkheimer Wurstmarkt- die Pfalz feiert

07. September 2011

In der Pfalz wird wieder einmal kräftig gefeiert. Bereits zum 595. Mal lädt die pfälzische Kurstadt Bad Dürkheim zum größten Weinfest der Welt, dem Bad Dürkheimer Wurstmarkt ein. An zwei Wochenenden im September strömen Millionen Besucher auf den Festplatz.

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