Mit ‘grüne Lese’ getaggte Artikel

Runter mit den Erträgen: Die Grüne Lese

Dienstag, 21. Juni 2011

Im Sommer, meist im August nach der Färbung der Beeren, manchmal aber auch schon früher, wird im Weinberg der Sommerschnitt durchgeführt. Dieses Verfahren wird auch Ausdünnen genannt.
Hier werden noch grüne Trauben, die überflüssig oder nicht ausgereift sind, von den Reben geschnitten. Dies geschieht, um eine höhere Konzentration von Zucker und Extraktstoffen in den am Stock verbliebenen Trauben zu erzielen. Diese profitieren nämlich entsprechend mehr von den Extrakten, die die Wurzeln aus dem Boden holen. Ziel der „Grünen Lese“ ist es einen besseren und vor allem extraktreicheren Wein zu erlangen. Das Ausdünnen hat natürlich eine Verringerung des Ertrags zur Folge, wodurch der Sommerschnitt anfangs bei vielen Winzern auf Unverständnis gestoßen ist. Durch die aus dem Sommerschnitt resultierende Qualitätssteigerung haben aber viele Winzer ihre Vorbehalte abgelegt.

Aktuelle Arbeiten im Weinberg

Freitag, 23. Juli 2010

Trotz des sehr heißen Sommers und den Rekordbesucherzahlen in Deutschen Schwimmbädern, findet man die Winzer im Moment eher im Weinberg als im Freibad. Denn es ist Zeit für die Grüne Lese und dies ist eine schweißtreibende und zeitaufwendige Handarbeit (etwa ein bis zwei Wochen je Hektar Rebfläche).

Die Grüne Lese führt man hauptsächlich bei ertragsstarken Junganlagen und Rebsorten durch, diese tragen häufig mehr Trauben als für die Qualität zuträglich. Ziel ist, den Rebstock zu entlasten um die optimale Traubenreife- und qualität zur Lese zu erhalten. Wieviele Trauben der Ertragsreduzierung zum Opfer fallen, hängt auch vom Jahrgang, dem Standort, dem Klima und der Fruchtbarkeit des Bodens ab. Erfahrung und ein gutes Augenmaß helfen bei der Entscheidung, welche Trauben abgeschnitten werden.

Weinbergsarbeiten

Dienstag, 13. Oktober 2009

Der Herbst ist die spannendste Zeit des Jahres, da sich meist erst bei der Lese entscheidet, ob sich die Arbeit eines ganzen Jahres gelohnt hat.

Bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres wird der Grundstein für die Ernte gelegt, da der Winzer beim Rebschnitt die spätere Qualität sowie den Ertrag festgelegt. Hierbei gilt: Je geringer die Rutenanzahl, desto geringer die Ernte. Das abgeschnittene Holz wird oftmals zur Humusanreicherung in den Boden eingearbeitet. Bis heute zählt der Rebschnitt zu den intensivsten und zeitaufwendigsten Handarbeiten, der Winzer muss hierfür je nach Größe des Betriebes mehrere Wochen einplanen. Im Anschluss werden die Reben gebogen und noch vor dem Austrieb in Form gebracht, dadurch kann die gleichmäßige Versorgung der Triebe gewährleistet werden. Die natürliche Aktivität des Bodens kann durch Bodenlockerungen und Begrünung verstärkt werden.